Die Ciudad Don Bosco ist mehr als eine Ausbildungsstätte mit Wohnheimen am Rande von Medellín. Sie ist ein Zentrum der Hoffnung. Hier zeigen Sozialarbeiter, Seelsorger, Lehrer und Pädagogen jungen Menschen schulische und berufliche Perspektiven auf und machen sie stark für ein Leben ohne Drogen und Gewalt. In allen Programmen der Ciudad Don Bosco steht die Aussöhnung mit der Familie und mit sich selbst an erster Stelle.
Gewalt, Missbrauch und Drogen prägten den Alltag der Kinder
Viele Jugendliche, die in der Ciudad Don Bosco leben, suchen nach ihrer Identität und einem Platz in der Gesellschaft. Einige sind Waisen oder Straßenkinder oder wurden vom kolumbianischen Familienministerium wegen vielfältiger Probleme wie Gewalt, Missbrauch, Sucht oder Armut aus ihren Familien geholt. Auch die Kinder, die tagsüber zum Unterricht kommen, leben oft in prekären familiären Verhältnissen.
Schutz und Unterstützung für ehemalige Kindersoldaten
2003 wurde das CAE (Centro de Atención Especializada) gegründet, ein Rehabilitationszentrum für Kindersoldaten. Ziel ist es, die ehemaligen Kindersoldaten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Hierzu wird eng mit den Familien der Betroffenen zusammen gearbeitet. Bei Don Bosco erfahren die Jungen und Mädchen professionelle Hilfe und werden psychologisch betreut. Seit der Gründung des Zentrums fanden mehr als 2.000 ehemalige Kindersoldaten den Weg in ein neues Leben.
Mehr als 85.000 Kinder fanden bereits Hilfe
Die Ciudad Don Bosco wurde 1965 am Stadtrand von Medellín gebaut. Sie sollte Straßenkindern eine Unterkunft zu bieten. Später kamen weitere Wirtschaftsgebäude, Werkstätten, Sportplätzen, Klassenräume und Wohnhäuser hinzu. Heute finden in der Ciudad Don Bosco täglich Kurse, Klassen und Angebote für über 1.200 Kinder und Jugendliche statt. Mit der Don Bosco Mission Bonn besteht seit Jahrzehnten eine enge Partnerschaft. Seit der Gründung der Ciudad Don Bosco haben mehr als 85.000 Kinder die Programme durchlaufen - getreu dem Motto: Para mí, para ti, para todos!